Bluthochdruck und Hypertonie Moderne Diagnostik und individuelle Behandlung in der Ordination Prof. Dr. Bernhard Ludvik in Wien
Was ist Bluthochdruck und wann muss er behandelt werden?
Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen und bleibt oft über viele Jahre unbemerkt. Nach den aktuellen europäischen Leitlinien liegt eine Hypertonie vor, wenn der Blutdruck bei wiederholten Messungen in der Ordination 140/90 mmHg oder mehr beträgt. Bereits niedrigere Werte können bei Menschen mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko eine Behandlung erforderlich machen.
Zur sicheren Diagnose sind neben der Blutdruckmessung in der Ordination insbesondere regelmäßige Messungen zu Hause oder eine 24-Stunden-Blutdruckmessung hilfreich. Unter Therapie wird heute bei den meisten Patienten ein systolischer Blutdruck von 120–129 mmHg angestrebt, sofern dies gut vertragen wird.
Welche Folgen kann Bluthochdruck haben?
Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck schädigt die Blutgefäße und belastet Herz, Gehirn und Nieren. Mögliche Folgen sind Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche und chronische Nierenerkrankungen. Auch die Netzhaut der Augen kann geschädigt werden.
Da Bluthochdruck meist keine Beschwerden verursacht, sind eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung besonders wichtig. Eine gute Blutdruckeinstellung kann das Risiko schwerwiegender Folgeerkrankungen deutlich reduzieren.
Welche Ursachen hat Bluthochdruck?
Bei der häufigsten Form, der primären Hypertonie, spielen genetische Veranlagung, Übergewicht, Bewegungsmangel, hoher Salzkonsum und zunehmendes Alter eine wesentliche Rolle. Häufig besteht ein Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes und anderen Stoffwechselstörungen.
Bei der sekundären Hypertonie liegt eine bestimmte Erkrankung zugrunde. Dazu zählen insbesondere Nierenerkrankungen, Schlafapnoe und hormonelle Störungen.
Eine wichtige und häufig unterschätzte Ursache ist der primäre Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom), bei dem die Nebennieren zu viel Aldosteron produzieren. Weitere hormonelle Ursachen sind das Cushing-Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen und das seltene Phäochromozytom. Eine gezielte endokrinologische Abklärung kann diese häufig behandelbaren Ursachen erkennen.
Wie wird Bluthochdruck behandelt?
Die Grundlage bilden Gewichtsreduktion bei Übergewicht, regelmäßige körperliche Bewegung, salzarme Ernährung und ein eingeschränkter Alkoholkonsum.
Meist ist zusätzlich eine medikamentöse Behandlung erforderlich. Besonders bewährt haben sich ACE-Hemmer, Angiotensin-Rezeptorblocker (Sartane), Kalziumantagonisten und entwässernde Medikamente (Diuretika). Häufig werden zwei oder mehrere Wirkstoffe kombiniert, um den Blutdruck wirksam und gut verträglich einzustellen.
Bei schwer einstellbarem Bluthochdruck ist eine weiterführende Untersuchung besonders wichtig. Werden hormonelle Ursachen wie ein primärer Hyperaldosteronismus festgestellt, stehen gezielte medikamentöse oder operative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Unser Ziel ist eine individuell abgestimmte Blutdruckbehandlung, die nicht nur optimale Blutdruckwerte erreicht, sondern insbesondere Herz, Gehirn und Nieren langfristig schützt.
Behandlung von Bluthochdruck/Hypertonie
- Essentielle Hypertonie
- Sekundäre Hypertonie
- Lebensstilmaßnahmen bei Hypertonie
- Medikamentöse Behandlung der Hypertonie
- Die schwer einstellbare Hypertonie

